Geschichten von Holz, Menschen und außergewöhnlichen Produkten

Der Hirsch aus Holz


  • Ess- oder Arbeitstisch
  • Länge x Breite x Höhe - ca 240 x 80 x 73 cm
  • Bergahorn
  • vor mehreren Jahren von Lawine umgerissener Baum
  • geborgen im Mai 2012 aus einer Lawinenrinne der Haaralmschneid (1594 m), Chiemgauer Alpen
  • hergestellt in den Werkstätten Sporn, Siegsdorf
  • Design - IFUB*
  • zu besichtigen auf Anfrage in 80331 München
  • Preis: 7.499.- €, inkl. 19% MwSt., kostenloser Versand
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Der Bau des ersten Hirschen (sh. Der Hirsch mit Leder) war kaum gemacht, da war Axel schon wieder an der Werkbank zu finden. Der zweite Hirsch sollte aus intensiverem Lawinenholz und ohne Leder komplett aus Holz hergestellt werden.

Das für den Hirschen notwendige, extrem harte Holz, war gerade erst aus der Trockenkammer gekommen und nun einsatzfähig. Insbesondere interessant war die Produktion dieses Tisches, da Axel hier zum ersten Mal sehr dünnes Lawinenholz mit unter 1 cm Dicke für die Tischplatte herstellen musste. Nach einiger Tüftelei mit unserem Säger Hermann hatten die Beiden aber auch das geschafft.

Für die einzelnen Teile wurden die Holzstücke mit noch mehr Hingabe ausgewählt, da hierdurch an den Knotenpunkten ein extrem graphisches Ergebnis erzielt werden konnte.

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Der Bergahorn aus dem dieser Tisch gemacht wurde, ist ein sehr besonderes Holz. Allein schon der Fundort lässt Kenner der Chiemgauer Berge aufhorchen. Die Haaralmschneid mit ihren 1594 m ist vor allem bei Tourengehern im Winter beliebt, da das steile Gelände und die Bergweiden oberhalb der Haaralm feinsten Tiefschnee und unberührte Natur bieten.

Das genaue Jahr des Abgangs der Lawine am Südhang dem der Bergahorn zum Opfer fiel konnten wir leider nicht herausfinden. Geht man aber von der Färbung des Holzes aus, so müssen die Stämme schon einige Jahre dort gelegen haben.

Das einheitlich helle, gelblichweiß gefärbte Holz des Bergahorns wurde durch die langen Jahre im Freien mit fast schwarzen Einschlüssen, Adern und Verfärbungen "veredelt" die vermutlich durch Mineralien und Sporen verursacht wurden.

Insgesamt sechs Stämme dieses Bergahorn konnten geborgen werden. Dabei war die Bergung alles andere als einfach. Aufgrund der Enge der Schlucht war ein Abtransport mit dem Hubschrauber zu gefährlich. Auch Abseilen wurde durch einen Querläufer der Felsen verhindert.

Die Lösung lag letztendlich in der Umkehrung des auf den ersten Blick logisch erscheinenden Wegs. So wurden die Stämme mit Seilwinden zuerst nach oben auf den Grat gezogen. Von dort aus konnte man diese dann auf die Almwiesen ablassen und mit Rückewagen ins Tal bringen.

Insgesamt gesehen - natürlich ein riesiger Aufwand. Aber wenn man das Ergebnis in Möbelform sieht, so hat sich dieser auf jeden Fall gelohnt.

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Fotos auf dieser Seite: Thomas Straub

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